DevRiseUp-System Teil 2: Von der Planung zur Umsetzung - die kritische Brücke

Warum die beste Planung scheitert, wenn die Umsetzungsvorbereitung fehlt

Das Fundament aus dem ersten Teil steht nun. Stakeholder abgeholt, Lastenheft erstellt, Kommunikationswege definiert. Doch genau hier scheitern 30 bis 50 Prozent aller Outsourcing-Projekte: am Übergang von der Theorie zur Praxis. Die Missachtung dieser Brückenphase ist laut Rechtsexperten einer der Hauptgründe für Projektscheitern.

Im zweiten Teil unserer Serie zeigen wir, wie das DevRiseUp-System diese Lücke schließt: durch systematische Partnerauswahl, präzise Spezifikation und klare Abnahmekriterien.

Die Herausforderung: Vom Konzept zum Code

Ein Lastenheft beschreibt das "Was", nicht das "Wie". Diese Transformation ist der kritische Moment: Unklare Software-Architektur, fehlende "Definition of Done" in dem einzelnen Projektphasen, mangelnde Abstimmung - jede Lücke kostet Monate und sprengt Budgets.

Schritt 1: Den richtigen Entwicklungspartner finden

DevRiseUp arbeitet mit mehreren Entwicklungspartnern in Indien - strategische Vielfalt, denn jedes Projekt hat andere Anforderungen.

Unsere Auswahlkriterien:

  • Projektgröße: Zweiköpfiges Spezialistenteam oder 15-köpfige Plattform-Entwicklung? Wir wählen Partner mit passender Kapazität.
  • Zertifizierungen: TISAX für Automotive? ISO 13485 für Medizintechnik? Wir matchen Partner mit erforderlichen Compliance-Nachweisen.
  • Know-how: React Native, Flutter, native Entwicklung, Legacy-Migration oder Cloud-native – jeder Partner hat spezifische Stärken.
  • Track Record: Wir prüfen nachweisbare Erfolge in vergleichbaren Projekten.

Der entscheidende Unterschied: Sie geben den Partner frei. Die menschliche Komponente muss stimmen. Unsere Partner präsentieren sich, Sie stellen Fragen, wir schaffen Transparenz.

Schritt 2: Pflichtenheft, User Stories und Software-Architektur

Der Entwicklungspartner erstellt basierend auf dem Lastenheft das Pflichtenheft und die User Stories. Dieser Schritt ist aufwändig – aber immens wichtig.

Das Pflichtenheft beschreibt das "Wie" der Umsetzung. User Stories übersetzen Geschäftsanforderungen in entwickelbare Einheiten. Die Software-Architektur definiert das technische Fundament.

Kritisch: Ihr Product Owner prüft jedes Detail. Dieser Review-Prozess stellt sicher, dass die richtige Software entsteht – keine Interpretationen, keine bösen Überraschungen. Ihr Product Owner ist entlastet, bleibt aber im Loop und erhält alle technischen Details strukturiert zur Freigabe. Die Arbeit machen wir!

Die Software-Architektur wird gemeinsam abgestimmt: Wie kommunizieren Komponenten? Welche Technologie-Stacks? Wie skaliert das System? Diese Fragen klären wir vor der Entwicklung.

Schritt 3: Realistischer Projektplan

Wir erstellen einen Projektplan, der Komplexität realistisch abbildet – mit Meilensteinen, Abhängigkeiten und Puffern. Keine unrealistischen Deadlines, sondern ehrliche Einschätzungen basierend auf Erfahrungswerten.

Schritt 4: Quality Gates – Die Definition of Done

Quality Gates sind vordefinierte Abnahmekriterien, die erfüllt sein müssen, bevor die nächste Phase beginnt. Sie funktionieren wie ein Frühwarnsystem.

Im Gegensatz zu zeitbasierten Meilensteinen – die häufig "überfahren" werden – sind Quality Gates qualitätsbasiert. Das nächste Gate wird erst passiert, wenn alle Kriterien erfüllt sind. Kein "90-Prozent-Syndrom", keine Selbsttäuschung.

Die Definition of Done klärt: Wann ist eine Funktion wirklich abgeschlossen? Alle Beteiligten haben dasselbe Verständnis – diese gemeinsame Sprache verhindert Missverständnisse in internationalen Projekten.

Quality Gates minimieren Nacharbeitskosten, schaffen Transparenz und sind der Unterschied zwischen kontrollierter Entwicklung und chaotischem Hoffen.

Schritt 5: UI/UX Design (wenn relevant)

Bei Projekten mit starker Benutzeroberfläche erstellen wir ein UI/UX-Designkonzept samt Clickdummy. DevRiseUp hat Spezialisten für Nutzerstudien, Wireframes und interaktive Prototypen. Ein getesteter Clickdummy identifiziert Usability-Probleme früh – nicht nach Monaten Entwicklung.

Schritt 6: Entwicklungsfreigabe

Erst jetzt erteilen Sie die Entwicklungsfreigabe. Dieser Moment ist Ihr bewusster Startschuss: Sie wissen, wer, was und wie entwickelt wird. Sie kennen die Abnahmekriterien.

Diese strukturierte Vorbereitung ist die Lebensversicherung Ihres Projekts. Die Alternative? In die Entwicklung starten und hoffen – diese Hoffnung kostet Unternehmen Millionen.

Was kommt als Nächstes?

Im dritten und letzten Teil zeigen wir, wie das DevRiseUp-System in der Entwicklungs- und Abschlussphase funktioniert – vom ersten Sprint bis zur finalen Übergabe.

Bereit, Ihr Outsourcing-Projekt professionell aufzusetzen? Kontaktieren Sie uns gerne für ein kostenloses Erstgespräch.

Über den Autor

Jörg Strothmann Als CTO mit über 30 Jahren Berufserfahrung in der Hard- und Softwareentwicklung an verteilten Standorten (Europa und Indien) habe ich viele Erfahrungen gesammelt. Diese möchte ich gerne weitergeben.

Jörg Strothmann